Für Sonntag den 31. Mai hatten der NPD-Kreisverband Westerwald und der Landesverband Rheinland- Pfalz in der Stadthalle in Bad Marienberg eine Veranstaltung angemeldet, die vermutlich der Koordination und „Lagebesprechung“ dienen sollte.
Aufgrund der Berufung auf das Recht, öffentliche Hallen zu nutzen, sahen sich der Bürgermeister und die Bürger der Stadt Bad Marienberg gezwungen, die Nazis passieren zu lassen. Jedoch nicht ohne Protest!
Eine Wochen vorher angekündigte Demonstration sollte die Unerwünschtheit der Nazis in Bad Marienberg und in ganz Deutschland in den Vordergrund stellen.
Auch Mitglieder der BAO fanden sich gegen Sonntagmittag in Olpe ein, um zusammen die einstündige Fahrt nach Bad Marienberg anzutreten.
Da die Demo für 17:00 Uhr angesetzt war, blieben noch etwa 45 Minuten um sich mit dem Gelände vertraut zu machen.
Der Startplatz der Demo wurde allmählich voller. Beeindruckend war, dass nur etwa 50 Meter Entfernung von diesem Platz ausreichten, um auf braunes Gesindel zu stoßen! Ob im Imbiss oder bei einer öden Grillparty im Garten, die Vorposten standen!
Pünktlich um 17:00 Uhr begann der Bürgermeister von Bad Marienberg eine kleine Ansprache zu halten. Der folgte eine weitere von Pfarrer Niemöller. Danach setzte sich die Demo Richtung Stadthalle in Bewegung. Leider musste dann festgestellt werden, dass das Gelände um die Stadthalle bestens abgeriegelt war und ein Durchkommen unmöglich erschien. Weitere Redebeiträge, unter anderem von einem Sprecher der Antifa-Westerwald, überzeugten und fanden reichlich Beifall. An dieser Stelle sei noch einmal hervorgehoben, das der Sprecher der Antifa Westerwald kein Blatt vor den Mund nahm und keine Skrupel hatte, auch bittere Geschichten aus der Vergangenheit im Zusammenhang mit fehlendem Engagement seitens des Bürgermeisters und auch der Bürger anzusprechen!
Nach den Redebeiträgen und etwas Musik löste sich die Demonstration friedlich auf (was nicht zuletzt an der maßlos übertriebenen Präsenz von Polizisten lag!).
Nach der rasanten Rückfahrt neigte sich der Tag dann auch dem Ende zu.
Für einige Mitglieder der BAO stand als Highlight aber noch das Dahler Schützenfest auf dem Plan. Nicht zuletzt wegen diverser Drohungen von „autonomen“ Nationalisten.
Schnell wurde uns von mehreren Quellen bestätigt, dass diese Drohungen kein Resultat von Gerüchten waren, sondern von Aussagen eines „autonomen“ Nationalisten.
Anwendung von Gewalt sollte laut dieser Person noch am Abend Wirklichkeit werden.
Natürlich geschah nichts und der Abend klang, wie auch die letzten Jahre, ruhig aus.
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