
Hinter der 72 Stunden Aktion steht die Idee, dass Jugendgruppen in 72 Stunden ein soziales, interkulturelles, politisches oder ökologisches Projekt realisieren und so Engagement, Kreativität und Einfallsreichtum zeigen. Vom Computerkurs im Altenheim übers neue Spielmobil bis hin zum umgestalteten Dorfplatz - in 72 Stunden lässt sich viel erreichen!
Organisiert wird diese Aktion vom BDKJ (Bund der deutschen katholischen Jugend).
(weitere Infos auf http://www.72stunden.de)
Die 72 Stunden Aktion im Kreis Olpe wurde u.a. von der Bunten Alternative Olpe zusammen mit den Verantwortlichen des Lorenz Jaeger Hauses durchgeführt.
Nach langer Planung und guten Ideen ergab sich ein ansehnliches Programm, mit dem die Aktion unterstützt werden sollte.
Der Startschuss viel am Donnerstag den 7. Mai um 17:07 Uhr. Die Türen der OT Olpe standen für Besucher und Interessierte offen. So wurde von der BAO brasilianisches Essen angeboten und anschließend der Film „City of God“ gezeigt, der das Thema und den Grund der 72 Stunden Aktion sehr gut widerspiegelte.
Am darauffolgenden Tag war das Team am Kurkölner Platz mit zwei Pavillons vertreten. Dort wurde jede Menge Infomaterial, wie z.B. über Straßenkinder und Armut in Brasilien, Fair Trade Kaffee etc., sowie zahlreiche Aktionen für Kinder angeboten. So konnten sich diese schminken lassen, „Vier gewinnt“ spielen oder einfach mit einem anderen Spielzeug Spaß haben. Nebenbei war es möglich für brasilianische Straßenkinder in Vitória/Sao Paulo zu spenden, mit diesem Geld wird dort der Aufbau eines sozialen Jugendhauses finanziert. Eigens für die Aktion angereiste Capoiera-Tänzer gaben etwa 45 Minuten einen Vorgeschmack auf diesen interessanten „Kampftanz“.
Überschattet wurde dieser sonnige und witzige Tag von den „autonomen" Nationalsozialisten Olpe die rund um den Kurkölner Platz selbst angefertigte und schlecht lesbare Flyer verteilten, Aufkleber anbrachten und diverse Filmaufnahmen machten. Nachdem diese zur Rede gestellt wurden, bestritten sie jegliche Aktionen und beharrten auf ihrem Recht, Flyer verteilen zu dürfen. Daraufhin schaltete die BAO zusammen mit der OT die Polizei ein, die kurz darauf eintraf und sich über die Lage informierte. Die "autonomen" Nationalisten waren über alle Berge, wurden jedoch, nach Informationen ihrer Seite zu urteilen, später noch gefasst und um ihre Flyer erleichtert. Nachdem die Polizei eingeschaltet wurde, machten sich zahlreiche Mitglieder der BAO in Gruppen auf, um die Flyer der Nazis, die sogar an etlichen Autos angebracht wurden, zu entfernen. Einen ganz besonderen Dank an die AN-OE, denn eure reudigen Zettelchen brannten besonders gut! Aufkleber wurden entfernt, der Ascheberg zusammengekehrt und die BAO trat die Heimreise an. Die Mitglieder der OT starteten Abends noch eine Teenie-Disco, an der die BAO aber nicht beteiligt war.
Samstag Mittag stand dann ein Fußballturnier in der Olper Realschule an,
Samstag Abend war ein Lagerfeuer mit dem Verzehr von Stockbrot geplant.
Letzteres viel jedoch aufgrund des regnerischen Wetters leider aus.
Dafür ging es bei doppelt so gutem Wetter am Sonntag auf dem Kurkölner Platz weiter.
Mit einer ansehnlichen Fotowand, Kinderschminken, Schmuck basteln und einem Kicker war für Unterhaltung gesorgt. Auch wenn die Stadt, vermutlich wegen des Muttertags, wie leer gefegt erschien, fanden sich doch noch einige Menschen die bereit waren zu spenden. So verzeichnete die BAO und die OT am Ende eine beachtliche Spendensumme von 328,04 Euro, die dankend von dem Aktionsleiter in Empfang genommen wurde.
Nachdem der Kurkölner Platz gesäubert worden war, machten sich die Mitglieder der BAO auf den Heimweg, denn jedem merkte man die Arbeit und die daraus resultierende Müdigkeit an. Trotz Stress und Müdigkeit war es eine tolle Aktion, die hoffentlich gewinnbringend in Projekte in Brasilien investiert wird!
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